Podcast „Kluges aus der Mitte”

Kluges Aus der Mitte

In unserem Podcast „Kluges aus der Mitte“ treffen wir Menschen, mit denen wir über Veränderungsprojekte in Organisationen sprechen. Veränderungsprojekte, die nicht vom Management initiiert, sondern von Mitarbeitern angestoßen sich zu einer Graswurzelinitiative, einer Bewegung aus der Mitte entwickelt haben.

Es geht um Motivation, Ansätze und Erfolge, Unternehmen aus der Mitte zu verändern. Unsere Gesprächspartner sind Menschen, die das Schicksal ihres Unternehmens mitgestalten wollen und wirksam werden. Wir gehen mit der audiografischen Lupe nah heran und analysieren mit unseren Gesprächspartnern die Entwicklungen, insbesondere die Übergänge aus Sicht der Menschen, die schon ein wenig voraus sein, die vielleicht schon sehen können, was kommt und daher Dinge anstoßen, bevor die Organisation es institutionalisierst.

Basis für den Podcast sind die Recherchen zu unserem Buch „Graswurzelinitiativen in Unternehmen„. Im Podcast treffen wir unter anderem die Menschen hinter den Geschichten.

Den Podcast kann man sich direkt bei der jeweiligen Folge im Browser anhören, und auf allen gängigen Plattformen abonnieren:

  1. № 06 Innovation bei Texas Instruments: Über Penicillin, Petrischalen und das Jahr 1928

    Fragt ein Mitarbeiter bei Texas Instruments, wie man es mit dem Thema Innovation hält, so erhält er deutlich zu Antwort: „Innovation is in everything what we do“. Texas Instruments, ein Technologieunternehmen, das vielen von uns schon in der Schule als Hersteller der Taschenrechner für den Mathematik-Unterricht begegnet ist und dessen Prozessoren in all unseren Haushaltsgeräten ihren Dienst tun, schreibt Innovation groß: in Texas, weit weg vom deutschen Standort, in den Kilby-Labs - benannt nach Jack Kilby, dem Erfinder des integrierten Schaltkreises und vermutlich berühmtesten Sohn des Unternehmens – werden die großen Innovationen ausgebrütet. In Deutschland sorgen dann allerdings die Experten für die inkrementellen Verbesserungen.  Von großen Innovationen wird hier wenig spürbar. „Niemand bei uns wusste, was Innovation in seinem konkreten Arbeitskontext wirklich heißt. Also haben wir einfach mal einen Raum gebucht und eine Einladung rausgeschickt", erinnert Leisgang. Leisgang beschließt, das Thema Innovation in Eigenregie in die Hand zu nehmen und das Thema erlebbar zu machen und Kollegen zu begeistern. Er lädt zum ersten „Innovation Day“, erst in kleinem Kreis, dann mit großem Verteiler. Das Format legt er als Open Space an, und setzt das Thema Innovation damit auf die Tagesordnung. „Ich habe mir gedacht: das probiere ich jetzt einfach aus. Das Schlimmste, was passieren kann, ist: ich sitze alleine da und keiner kommt. Dann weiß ich zumindest, dass ich bei der ganzen Geschichte keine Mitstreiter habe", erzählt Leisgang in unserem Buch „Graswurzelinitiativen in Unternehmen“. Es kommt aber anders. Die Innovation Days wachsen und werden fester Bestandteil des Alltags, es entsteht ein Innovation Club als bereichsübergreifende Initiative, und neue Formate wie die Inspirations-Session „Sparks“ liefern Andockmöglichkeiten für neue interessierte Kollegen. Warum Tobias Leisgang das Jahr 1928 wichtig war, was das mit Petrischalen zu tun hat und wie die Innovations- Graswurzel weiter gewachsen ist, das erzählt er in der neuen Folge unseres Podcasts.

© 2020 kluge_konsorten