№ 05 Die Saat bei SIEMENS: I have seen another mushroom

„Was wäre, wenn wir es in unserer Einheit, vielleicht sogar im gesamten Unternehmen irgendwann schaffen, das alte, ausgediente Kommunikationssystem Hierarchie gegen das partizipative, zeitgemäße Kommunikationssystem Holakratie zu tauschen?“ Diese Frage stellen sich einige engagierte Siemens-Mitarbeiter nach ersten Versuchen mit einem neuen Entscheidungsverfahren. Und kurze Zeit später beschließen Tobias Bantzhaff, Dorothee Heckmann und Andrea Demaria, eine Graswurzelinitiative zu gründen. Ihr Ziel: Eine neue Entscheidungskultur in ihrem angestammten Konzern, und vielleicht auch ein wenig die Welt verändern.

Wir treffen die Akteure der grains zum Gespräch in München. Die Initiative, die wir in unserem Buch „Graswurzelinitiativen in Unternehmen“ beschreiben, hat sich mittlerweile feierlich aufgelöst, die Akteure sind weitergezogen und haben den Geist ihrer Initiative mitgenommen zu neuen Abenteuern – innerhalb und außerhalb des Konzerns.

Für uns ist der Podcast-Termin ein besonderer Anlass, denn Sabine hat in unserem Buch die grains nicht nur portraitiert, sonder sie war auch Teil dieser Graswurzelinitiative. Wir erfahren im Gespräch, wie die Grains auf einem Parkplatz in Tutzing geboren wurden, wie sie ohne Auftrag als „U-Boot“ Fahrt aufgenommen haben, und wie sie mit neuen Ansätzen Mitglieder fanden und inspirierten.

Die drei nehmen uns mit auf die Reise zu ihrem Purpose und sprechen über ihren Glauben an die bessere Arbeitswelt. Wir erfahren, welche Kriterien sie an die Mitgliedschaft legten, wie sie sich organisierten und selber inspirieren ließen – und diese Begeisterung auch in konzernübergreifende Initiativen wie KASO einbrachten.

Unseren Podcast gibt es auf allen gängigen Plattformen:

 

Zitate

„Der persönliche Leidensdruck war der Haupttreiber für die Entscheidung: Ich bin dabei und ich mache, was ich machen kann“ (Dorothee Heckmann)

„Wir haben gelernt: Ich bin mehr als das, was mein Chef und mein Team mir aufoktroyieren“

„Diejenigen, die meinten, ihr Chef erlaubt das nie, waren dann nur die stillen Follower.“

„Mit dem dann gerade frei geschalteten Siemens Social Network begann Transparenz, begann Vernetzung und konnte Wirkung entfaltet werden.“

„Wir waren vollgesaugt mit externen Impulsen  – Holacracy, Intrinisfy-Network, viele mehr – von denen wir uns gefragt haben: Wie hat das Platz in meinem Siemens Kontext? Was wir da alles an Sozialtechnologie gelernt haben, hat seinen Experimentierraum im Konzern via Grains gefunden.“

„Wir haben aufgerufen: Wenn Du wirklich mitmachen willst, dann mache ein Foto von Dir mit der grains Charta und poste es in der Community.“

„Wir haben uns immer wieder die Frage gestallt: Machen wir das nur für uns, oder machen wir es für die Sache?“

„Die nach außen wirkenden Beiträge waren das Highlight – andere zu inspirieren, es auch zu tun.“

„Die grains waren irgendwie auch ein Sammelbecken für Kollegen, die der Meinung waren, sie seien auf einem exotischen Pfad. Exoten, die schon 2014 von Aufstellungsarbeit bis Meditation eigenständig Initiativen gestartet hatten“

 

Links

 

Initiativen, die von grains Mitstreitern gegründet wurden:

 

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