Amazon AWS Summit 2014: Why NOT do it?

Beeindruckende Präsentation von Dr. Werner Vogels. Beeindruckende Anwendungsfälle. Beeindruckende Zahlen. Amazon weit führend rechts oben im Gartner Quadrant. Der Wettbewerb zahlenmäßig vollständig abgehängt. Amazon als Enabler für eine neue Kultur der Innovation. Dinge ausprobieren, mal schnell ein paar Server hoch fahren und testen. Pay per use. Abschalten, wenn nicht gebraucht. Die Frage sei nicht mehr, warum man etwas Neues ausprobiert – es zählt nur noch die Frage, warum man es NICHT ausprobieren sollte. Wenn die Verhinderer argumentieren müssen und nicht die Befürworter, dann gehen die Dinge extrem viel schneller. Die Renaissance der IT als Enabler und nicht als Verhinderer. IT aus der Steckdose. So hatten wir uns das mal alle gewünscht. Dann ist ja alles klar? Ist es leider nicht. Denn auch wenn Amazon sagt: Wir sind nicht Teil von PRISM. Bei uns sind Eure Daten sicherer als unter Eurem Kopfkissen. Den meisten deutschen Mittelständlern ist mehr denn je das Kopfkissen näher als das Datacenter von Amazon.

Die meisten Kunden beschäftigen sich mehr oder weniger intensiv mit der Cloud. Die wenigsten gehen wirklich konsequent den Weg und tun die ersten Schritte. Solange man an die Tür zum eigenen Server-Raum noch „Private Cloud“ schreiben kann, kann die IT dies zumindest dem Management noch erklären. Solange die Diskussion rund um Snowden oder auch die Herausgabe von Daten aus europäischen Rechenzentren amerikanischer Anbieter an amerikanische Behörden nicht leiser wird, sinkt auch die Bereitschaft im Management, dagegenzuhalten.

Aber irgendwann werden die Dämme massiv brechen, denn den massiven Kostensenkungspotentialen in der Cloud müssen irgendwann immer gewichtigere Argumente entgegengestellt werden.